Der Eignungstest
Die IG Therapiehunde Göppingen führt routinemäßig einen Eignungstest für die zukünftigen Therapiehunde-Teams durch, um deren Eignung zu prüfen. Zu diesem Zeitpunkt muss der Hund mindestens zwei und darf höchstens sieben Jahre alt sein. Der Hundehalter muss volljährig sein. Eine Begleithundeprüfung oder ähnliches wird nicht vorausgesetzt. Allerdings sollte ein gewisser Grundgehorsam vorhanden sein und ihr Hund sollte gewöhnt sein, in einer Hundegruppe konzentriert zu arbeiten. Zum Eignungstest, zur Ausbildung und bei Einsätzen darf der Hund nur an einer Leine mit einem gut sitzendem Halsband, bei Zughalsbändern mit Zugstop, oder einem gut sitzendem Geschirr geführt werden.
Getestet werden:
- die Beziehung Mensch-Hund
- der Umgang des Menschen mit seinem Hund
- das Wesen des Hundes
- der Erziehungsstand des Hundes
Nach bestandenem Eignungstest dürfen die Teams den Ausbildungslehrgang absolvieren.
Die Therapiehundeausbildung muss spätestens drei Monate nach bestandenem Eignungstest begonnen werden. Ansonsten ist ein erneuter Eignungstest nötig.
Vorher schnuppern?
Wer sich dafür interessiert was ein Therapiehunde-Team alles können muss, hat die Möglichkeit an einem Eignungstest oder einer Abschlussprüfung als Zuschauer dabei zu sein. Vielleicht können Sie danach klarer einschätzen, ob die Therapiehundarbeit für Sie und ihren Hund eine sinnvolle ehrenamtliche Tätigkeit wäre.
Anforderungen an den Hund
- liebt den Kontakt zum Menschen
- stellt den Kontakt von sich aus her
- genießt es gestreichelt zu werden
- bleibt souverän auch in unangenehmen Situationen und orientiert sich an seinem Menschen
- hat ein ausgeglichenes Wesen
- hat eine hohe Reizschwelle
- bleibt souverän gegenüber optischen und akustischen Reizen
- ist kontrollierbar
- hat ein angemessenes Bellverhalten
- geht an lockerer Leine
- kennt die Grundkommandos: Sitz, Platz, Bleib …
- ist kooperativ und begleitet seinen Menschen gern im Alltag
- zeigt entspanntes Verhalten bei Hundebegegnungen
- ist gesundheitlich stabil
- besucht jährlich einen umfassenden Gesundheitscheck beim Tierarzt
- weist die erforderlichen Impfungen vor
- ist gepflegt
- ist beim Einsatz frei von Parasiten/Würmern
- geht nur bei absolutem Wohlbefinden zum Einsatz
Anforderungen an den Mensch
- mag den Umgang mit den unterschiedlichen Menschen, ist kontaktfreudig, offen und ein guter Zuhörer
- bringt Zeit und Lust zur ehrenamtlichen Tätigkeit mit
- hat eine gute Beziehung zu seinem Hund und das Interesse in diesen zu investieren
- hat Lust seinen Hund in der Ausbildung noch mal neu kennen zu lernen
- hat gute Kenntnisse über das Wesen des Hundes
- besitzt die Bereitschaft seinen Hund freundlich und respektvoll zu führen
- hat mit seinem Hund Gruppenkurse zur Grunderziehung besucht, sodass der Hund in der Lage ist in einer zunächst fremden Hundegruppe die Ausbildung zu absolvieren